Meine neue R1200 GS/S

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Chefschrauber
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Meine neue R1200 GS/S

Beitragvon Chefschrauber » 5. Aug 2017, 14:28

Hi,
ich habe mir ein neues Motorrad gegönnt...
Nachdem die R1200R nicht die gewünschte Sitzposition für mich hat, die GS mir zu schmal bereift ist, musste eine echte eierlegende Wollmilchsau ran!
Ich denke ich habe sie gefunden.
Es ist ein zwischending aus R1200S (Sportmaschine) und R1200GS (Reiseenduro)
Motor, Räder, Bremsen, Antrieb sind R1200S
Die Anbauteile und der Heckrahmen sowie das Fahrwerk sind R1200GS
Ein professioneller Umbau aus zwei Neumaschinen von BMW Racing SENGER für knapp 20.000Euro

Genau diese Maschine habe ich letztes WE in Nürnberg abgeholt, sie steht da wie frisch aus dem Ei gepellt, Pflegezustand wie versprochen, 1A mit Sternchen! Das Stichwort "Zahnbürstengepflegt" triffts ganz gut.
Nichts dran, doch, es ist nur ein Schlüssel da, der zweite wurde versehentlich dem Käufer eines anderen Motorrades mitgegeben, den Zweitschlüssel bekomme ich kommende Woche per Post zugesendet...
Wenns mehr nicht ist!
Durchgehend scheckheftgepflegt bei BMW Senger.

Ausstattung:
Kein ESA, normales GS Fahrwerk, recht weich. Ich werde heute mal ein wenig manuell verstellen, mal gucken was da noch geht.
ABS der R1200S, abschaltbar, kein Teilintegral! :D :wink:
Tacho/Drehzahlmesser der R1200 S bis 260km/h mit weißen Tachoscheiben, ein Traum an Ablesbarkeit!
Tankanzeige funktioniert nicht perfekt (keine Balkenanzeige), dennoch wird zuverlässig angezeigt wenn die Reserve erreicht ist.
Haterunf und Navi Navigator V
GS Topcase größenverstellbar
GS Tankrucksack
Carbon Fender vorn
Carbon Lichtmaschinendeckel
Carbon Fersenschutz
Carbon Nummernschildhalter
Carbon Spritzschutz hinten, wird von mir noch zugekauft
Tank/Verkleidungsdesign ist lackiert
Heck ist weiß lackiert
Lucas Lenker

Alle Kabel und Leitungen sind sehr elegant verlegt

Nach der ersten Runde gestern Abend war ich ziemlich erstaunt.
Drehmoment unten rum ist schon weniger als bei meiner 09er R1200 R. Ab gut 5000 wirds dann anders als gewohnt und der Akrapovic brüllt ganz schön gut, scheint als würden die ARMDICKEN Krümmer die Abgase recht ungestüm in den Akra leiten.
Auch habe ich die Vermutung das ein K&N Luftfilter oder ähnliches verbaut ist, hört man das Ansauggeräusch doch recht deutlich. Es sind auch Powerrohre verbaut...sind glaub ich die dickeren Ansaugrohre. Es klingt so ein bisschen als wolle das Mädchen kleine Kinder ansaugen.... :lol:

Das Handling hat mich mit Abstand gaaaaanz doll und am allermeisten überrascht. Die ist sooo leichtfüßig zu bewegen, kaum Druck am Lenker nötig um sie in die Kurve zu werfen.
Der Motor wird jenseits der 5000Umdrehungen recht kernig, ab 6500 geht die Luzie ab, da habe ich das Gas zu gedreht, die nächste enge Kurve lag direkt vor mir. Wir haben nicht allzuviele Geraden bei uns...zum Glück.
Alles in allem macht das Motorrad einen tollen Eindruck.
Das Design ist besonders und fällt auf, selbst beim Tanken des Motorrades auf dem Anhänger an der wurde ich auf die S/GS angesprochen
und gefragt ob das meine sei... JA! :D .

Die Honda Crosstourer wurde letzte Woche abgeholt. Meine R1200 R wurde vor ein paar Tagen abgeholt. Bei der Honda konnte ich sagen, gut das die weg ist, bei meiner R1200R tuts mir schon leid. :(

Nachdem ich einige Kilometer gefahren bin, relativierte sich das ganze, eine fantastische Maschine die ungelaublich schnell ist und ein wirklich faszinierendes Fahrverhalten hat. Aber leider für mich zu viel weich.
Deshalb habe ich mir dazu ein auf mich abgestimmtes MUPO Fahrwerk gegönnt.

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Gruß
Holger
Zuletzt geändert von Chefschrauber am 11. Aug 2017, 17:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Meine neue R1200 GS/S

Beitragvon Doringo » 11. Aug 2017, 07:51

schönes Teil
Reifen sehen nicht Off Road tauglich aus :roll:
was hast Du dafür ungefähr bezahlt
wenn man fragen darf
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Re: Meine neue R1200 GS/S

Beitragvon Chefschrauber » 11. Aug 2017, 17:30

Haha, nee, die ist ganz und gar nicht für Offroad gedacht, habe da gerade ein paar Sportreifen, Metzeler M7RR, drauf gemacht um damit auf der Renne zu fahren. :wink:

Ich bin ja schon immer eher sportlich orieniert, aber die Sitzpostition der Sportler passt mir leider so ganz und gar nicht.
Daher dieses Teil, perfekt auf mich zugeschnitten, Sitzposition fast wie bei einer GS, der Lenker ist flacher und etwas mehr nach vorn orientiert, aber im angenehmen Rahmen.

Du musst irgendwo um 10.000Euro rechnen, wenn man sie überhaupt bekommt. Sie ist aus 1. Hand und wirklich Zahnbürstengepflegt. Aber die Maschine gibt es in der Art, ohne das je ein Bastler sich daran zu schaffen gemacht hat, vom Senger genau 3x.

Es gibt auch noch andere 17" Umbauten, die nutzen dann aber den original GS Motor, bzw es ist eine komplette GS, nur eben mit den 17 zöllern für die breiten Straßengummis - sonst nichts.

Hier ists eine R1200S, mit der oberen Hälfte einer GS, dass ist halt das besondere daran. Mehr PS, bessere Bremsen, breite Reifen nur für die Straße und ein ABS welche solange hält wie es sich gehört.

Die macht soooo viel Spaß!!! Das ist nicht mit Worten zu beschreiben.
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Re: Meine neue R1200 GS/S

Beitragvon Doringo » 12. Aug 2017, 10:05

für die Rennstrecke würde mir ein 2000 Euro Bückeisen reichen
dazu brauche ich kein 10 TSD Euro Enduro mit 17 Zoll Felge vorne und ABS , welches optisch schon etwas komisch auf der Rennstrecke wirkt
aber jeder wie es Ihm gefällt
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Re: Meine neue R1200 GS/S

Beitragvon Chefschrauber » 14. Aug 2017, 13:22

Es ist keine Enduro, es ist eine R1200S (Sportmaschine) die oben herum die angenehme Sitzposition und die Optik einer GS (Reiseenduro) hat.

Gib mal R1200 GS Supermoto bei Google ein, da findest du Reiseenduros mit 17Zoll Rädern, kleinen Bremsscheiben, ABS nicht abstellbar, weniger Leistung... :wink:

Das eine ist als Basis eine S (Sportmaschine) wie meine, was sehr selten ist mit 122PS
Das andere ist als Basis eine GS (Reiseenduro) was die allermeisten Umbauten darstellt mit 98PS
Die Leistungsangabe ist auf ein vergleichbares Baujahr bezogen!!

Als ob ein 2000Euro Bückeisen so gut aussieht. Außerdem lerne ich damit nicht die Grenzen meiner allltäglichen Maschine kennen, dass ist aber wichtig.

Das ABS meiner GS/S ist abschaltbar. :)

Die Fährt besser als so manch Bückeisen für 2000Euro :wink:

Die macht mehr Spaß als so manch Bückeisen für 2000Euro :wink:

Ich habe ein 3/4 Bückeisen für die Renne, nennt sich VFR 750, macht aber nicht so viel Spaß. :wink:

Weißt du warum die Bückeisen mir weniger Spaß machen?
Weil die BMW aus der Kurve raus drückt wie die Sau! :D :lol:
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Re: Meine neue R1200 GS/S

Beitragvon lupo789 » 16. Aug 2017, 08:02

wärst mit einer ktm 1290 super duke gt nicht besser bedient? Die kiste drückt aus der kurve nochmal ganz anders und die optik ist schöner :mrgreen: zumal der mehrpreis sich da relativiert. Ich finde es gibt rein preis/leistungs technisch bessere alternativen.

Ansonsten allzeit gute fahrt. :wink:

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Re: Meine neue R1200 GS/S

Beitragvon Chefschrauber » 17. Aug 2017, 19:09

Sicher ein gutes Motorrad, doch für mich geht die KTM leider so gar nicht, sie ist bretthart, hat einen für mich zu engen Kniewinkel und ein perversen ( aber guten) Motor der verführt permanent am Limit zu fahren = nix für mich.

Die BMW ist dagegen ein bequemes Sofa, selbst mit meinem fein ansprechenden Mupo Fahrwerk, und die BMW kann auch sportlich bewegt werden. :mrgreen:

Die KTM ist zudem gar nicht mein Design, habe zwar versucht sie mir schön zu Reden, aber wie geagt, nach einer Probefahrt hat sich das aber ganz fix erledigt gehabt.
Über den Schub der KTM brauchen wir nicht zu sprechen...der ist absolut gigantisch. Aber das ist nicht alles. :wink:
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Re: Meine neue R1200 GS/S

Beitragvon Chefschrauber » 4. Sep 2017, 12:44

Hi,
wir, meine Frau und ich, waren letzte Woche in Zandvoort 2 Tage auf der Rennstrecke und habe je ca. 400km abgespult.
Hat Spaß ohne Ende gemacht, eine sehr anspruchsvolle Strecke mit fiesen Bremsecken und blinder Kuppe. :twisted:

Als Reifen habe ich den M7RR gefahren, toller Gummi, Grip bis zum Anschlag, trotz viel Drehmoment habe ich es nicht geschafft den geringsten Rutscher zu haben.
Der Hinterreifen hat nach den knapp 400km Rennstrecke an der Seite knapp 2mm Profil, in der Mitte noch 6mm....
gut 9 Liter hat der Hobel verbraucht
ABS habe ich abgeschaltet, es nervt wenn man hart bremst, weil es regelt ohne das es was zu regeln gibt.Das kennt halt keine Rennstrecke. Nachdem das ABS abgeschaltet war, wusste man erstmal was die Bremsen können.... :shock: Das war gefühlt 50% mehr Bremsleistung!!!

Aktuell überlegen wir uns in eine Maschine nur für die Renne zu investieren z.B. CBR 900RR oder Yamaha R1, da wir mittlerweile ganz schön "kernig" fahren...man lernt halt dazu. :wink:
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Re: Meine neue R1200 GS/S

Beitragvon Alpenbiker » 1. Okt 2017, 15:40

Das es ohne ABS besser bremst konnte ich auch schon feststellen. War mit meiner Triumph Explorer beim Fahrtraining und habe es auch mal deaktiviert. Ich war sehr erstaunt was das mit einmal für eine sportliche und giftige Bremse geworden ist!

Allerdings darf man nie von sich auf andere schliessen. Viele werden den Unterschied nicht spüren. Erinnert mich an ein Gespräch mit 2 überzeugten GS Fahrern. Da haben wir es auch vom ABS gehabt und ich habe die unterschiedliche Auslegung erklärt, wie sie mir z.B. bei Aprilia aufgefallen ist oder bei meinem altem Supersportler welche gleich gar kein ABS hat...

Da fragte mich der GS Treiber wann ich denn das letzte Mal in den ABS Regelbereich reingebremst habe mit der Triumph. Er hat es noch nie gespürt :shock:
Meine ernste Antwort: fast jeden Tag!? :lol:

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Re: Meine neue R1200 GS/S

Beitragvon Chefschrauber » 12. Okt 2017, 10:17

Hi,
klar, ABS deaktivieren macht nur Sin wenn das ABS auch vor jeder Kurve regelt.
Denn es ist doof auf der Strecke voll zu Ankern und die Bremse macht plötzlich auf...ein ganz besonderes Gefühl macht sich in dem Moment im Körper breit... :twisted:

Aber dann, ohne ABS, wie eine viel bessere Bremse, ohne Witz! Hätte ich das nicht erlebt, hätte ich es nicht geglaubt!

Hier noch ein paar Bilder aus Zandvoort:

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Mein Reifen Metzler M7RR war innerhalb seines Temperaturfesnters, sieht aus wie er aussehen soll.

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Der Reifen Metzler Roadtec 01 meiner Frau war schon außerhalb des Temperaturfesnters (zu heiß)
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