Bimota YB8

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Chefschrauber
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Bimota YB8

Beitragvon Chefschrauber » 10. Jul 2018, 06:48

Moin,
ich habe ein neues Projekt...eine Bimota YB8 im bedauernswerten Zustand.
Es ist ein Scheunenfund, so wie man sich das vorstellt. Scheunentor auf, alles voll Gerümpel, erstmal alte Heizungsbaumaterialien an die Seite schaffen müssen, um überhaupt an so eine blaue Plane zu kommen wo irgend etwas drunter steht.
Dann die Plane weg gemacht...eine Bimota YB8...DAS Motorrad aus Jugendtagen. :D

Jetzt steht sie in der Garage, ich bin hin und her gerissen. Der Zustand ist echt schlecht, keine gute Basis. Immerhin habe ich nichts dafür bezahlt, war ein Geschenk.
Der Wert so wie sie dort steht rund lächerliche 800Euro. In Einzelteilen und mit Glück rund 3000Euro, sofern man entsprechende Abnehmer findet. Die Klientel ist oft um 60Jahre alt und es werden immer weniger Interessenten, der Markt ist sehr klein und wenig lukrativ. Spezielle Einzelteile sind dafür unsagbar teuer. Wie die Bremsscheiben, das Lenkkopflager, die Gabelrevision uvm.

Ich hatte mir zuvor ein Zeitziel von 3 Jahren und 4000Euro mit Lackierung gesetzt.
Jetzt, nach einigen Demontageschritten und Recherschen bin ich bei 5 Jahren und MINDESTENS 5000Euro, ohne Lackierung. :?

Immerhin gibt es eine Bekohnung. Sie soll sich ganz toll fahren, ein echtes Fahrwerk auf der WM, irrsinnig stabil und Kurvenwillig.
Der Rahmen ist so stabil, dass der selbst nach einem Überschlag nicht krumm ist.
Der Rahmen ist auch eine echte Augenweide...wow! Aber leider das Einzige Wow an dem Motorrad.

Ich bin mir seit gestern Abend nicht wirklich sicher ob ich das angehen werde. Achja, die Laufleistung ist auch nicht ganz ohne....78.000km.
Als nächsten Schritt werde ich erstmal den Vergaser ausbauen, in die Schwimmerkammern gucken und die Membranen prüfen. Dann den Vergaser ins Ultraschallbad legen und wieder montieren ob der Motor läuft. Der Vorbesitzer hat gesagt das er sie funktionierend in der Scheune abgestellt hat.

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Ein Plan B existiert auch schon.
Sollte das alles nichts werden, werde ich die Maschine in Einzelteilen verkaufen, bis auf den Rahmen, der kommt ins Wohnzimmer und wird als Designelement mit Regalfunktion, in dem mein Yamaha R-S700 Stereo in passendem Silber sein Dasein fristen darf.
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Re: Bimota YB8

Beitragvon wbdz14 » 16. Jul 2018, 14:33

entspann dich, er motor stammt doch von der FZR1000, motoren gibt´s noch für relativ kleines geld. "spezialteile" findest du doch auch auf dem zubehörmarkt (LKL, gabelsimmerringe, bremsscheiben etc.).
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Re: Bimota YB8

Beitragvon Chefschrauber » 16. Jul 2018, 16:34

Der Motor ist das geringste weil Yamaha, ich weiß.
Ein komplett und mit vielen Neuteilen überholter Motor kostet 13000Euro. Ein gebrauchter mit 45tkm um 500Euro.

Gabel kostet 1000Euro ohne Überholung.
Schwinge kostet 600Euro, ohne Überholung
Bremsscheiben kosten 650Euro, gibt nur noch einen Kleinserienhersteller der die herstellt, der wollte die Produktion bereits einstellen, doch er hat nochmal eine Kleinserie aufgelegt. Hier in der Nähe ist ein Bimotahändler, der verkauft ca. 10-12 Satz der Bremsscheiben pro Jahr, er sagte das es jederzeit so sein kann das es keine Bremsscheiben mehr gibt. Die Bimota-Bremsscheiben sind aus Grauguss und haben eine andere Einpresstiefe als die Yamaha. Die nachgebauten sind aus Stahl. Gebrtauchte Graugussscheiben sind übrigens genauso teuer wie die neuen nachgebauten.

Bremsscheibe hinten ist Yamaha.

Da sind 3000Euro an Teilen zusammen und von den Feinheiten wurde noch gar nicht gesprochen, wie z.B ein Lenkkopflager welches ca. 180Euro kostet...wenn man es denn noch bekommt. Die Situation ist nicht sonderlich zum entspannen...finde ich. Bremspumpe, Kupplungspumpe, Fußbremspumpe, Federbein hinten. Viele Teilse sind ziemlich ausgeschlagen.
Meine Einschätzung 500Euro sind übrigens ohne Motor und ohne Arbeitsstunden. Aber selbst die 5000Euro könnten schnell um 50% überzogen werden, und dafür bin ich nicht Sammler oder Fan genug.
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Re: Bimota YB8

Beitragvon wbdz14 » 16. Jul 2018, 16:40

dann vertick das teil docch, die findet garantiert einen liebhaber
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Re: Bimota YB8

Beitragvon Chefschrauber » 16. Jul 2018, 20:38

Glaub mir, ich habe meine Fühler ganz schön weit ausgestreckt,sonst wüsste ich das nicht alles schon.
Ich habe bereits mehr als 1x gehört, das sie interessant ist, aber der Zustand zu schlecht ist als das man sie aufkaufen will.

Einzig das Vorderrad ist interessant. 1000Euro.
Alles andere ist nur Interessant wenn es zufällig genau jetzt einer braucht, ansonsten inseriert man das auch das eine oder andere Jahr lang.

Was ich im Falle eines Falles mache, schrieb ich auch bereits... :wink: :arrow:
Chefschrauber hat geschrieben:
Ein Plan B existiert auch schon.
Sollte das alles nichts werden, werde ich die Maschine in Einzelteilen verkaufen, bis auf den Rahmen, der kommt ins Wohnzimmer und wird als Designelement mit Regalfunktion, in dem mein Yamaha R-S700 Stereo in passendem Silber sein Dasein fristen darf.
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Re: Bimota YB8

Beitragvon Chefschrauber » 7. Aug 2018, 17:50

Die Bimota ist für wirklich gutes Geld verkauft. :shock:

Das Projekt ist somit abgeschlossen!
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